Santo Domingo ist heute eine moderne Metropole von rund 3 Mio. Ew. mit einer lichterfunkelnden
Meile von Luxushotels, mit schicken Einkaufszentren, Stadtautobahnen und bald sogar einer U-Bahn,
der Metro.
Aber in ihrer Altstadt, der Zona Colonial, wird man in eine Zeit zurückversetzt, als dort noch
spanische Edelleute und Abenteurer voller Eroberungshunger die Gassen bevölkerten. Denn Santo
Domingos „koloniale Zone“ ist die älteste in ganz Amerika - 1990 erklärte die
Unesco sie zum Weltkulturerbe.
Kolumbus selbst hatte den Platz ausgesucht und 1496 seinen Bruder Bartolomé mit der Gründung
beauftragt. Allerdings sollte er die Stadt am Ostufer des Río Ozama und unter dem Namen La Nueva
Isabela erbauen. Bartolomé führte den Auftrag noch im gleichen Jahr aus. 1496 gilt deshalb
als Gründungsdatum der dominikanischen Hauptstadt. Ein Hurrikan aber vernichtete La Nueva Isabela
bald darauf. Der neue Gouverneur Nicolás de Ovando errichtete deshalb 1502 eine neue Stadt,
jetzt am Westufer des Río Ozama und unter dem Namen Santo Domingo, weil sie an einem Ostersonntag
geweiht wurde.
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Spanische Entdecker und Abenteurer zog sie bald wie ein Magnet an, denn damals kannte man noch wenig von
Amerika. Santo Domingo wurde schnell zum Ausgangspunkt fast aller spanischen Eroberungszüge ins
heutige Lateinamerika. Als dann Diego de Colón anstelle seines mittlerweile verstorbenen Vaters
Christoph Kolumbus den Titel eines Vizekönigs erhielt, zog in die junge Stadt auch noch höfischer
Prunk ein.